SPD: Bernsteinzimmer im Stadtmuseum ausstellen!

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Die SPD Euskirchen fordert, dass bei Bauarbeiten hinter dem Bahnhof gefundene legendäre Bernsteinzimmer bis zur vollständigen Klärung der Eigentums- und Rückgabeansprüche dritter Staaten im Euskirchener Stadtmuseum auszustellen. “Hier liegt eine unglaubliche Chance, Euskirchen weltweit bekannt zu machen und zu einem Publikumsmagneten werden zu lassen”, begründet der Fraktionsvorsitzende Michael Höllmann die Forderung. “Das wiegt unserer Meinung nach auch die Kosten für die Herrichtung des Museums und die zugegeben horrenden Versicherungsbeiträge auf”, so Höllmann. 

Bauarbeiter stießen bei Ausschachtarbeiten im Gebiet City-Süd auf einen gepanzerten Eisenbahn-Waggon, der zur allgemeinen Verblüffung  das von den Nazis geraubte Bernsteinzimmer enthielt. Der Waggon wurde wahrscheinlich bei Bombenangriffen auf den Euskirchener Bahnhof verschüttet, blieb aber Dank seiner starken Panzerung selbst unversehrt. Wie der Waggon nach Euskirchen kam ist noch ungeklärt. Der renommierte britische Militärhistoriker Antony Beevor vermutete in einem Interview mit der BBC, dass der nominell zweite Mann der Nazis Hermann Göring das Zimmer in der Endphase des 2. Weltkrieges in die Nähe der Westfront bringen ließ. Dort sollte es wohl den vorrückenden Amerikanern zugespielt werden, um so die Ernsthaftigkeit der Bemühungen um einen Separatfrieden im Westen zu unterstreichen.

“Da jetzt erst einmal geklärt werden muss, ob es sich tatsächlich um das original Bernsteinzimmer handelt und es dann zu langwierigen Verhandlungen mit Russland um die Rückgabe kommen könnte, sollte wir die Zeit lange nutzen, den Fund in Euskirchen auszustellen”, so Höllmann. “Jedenfalls sind wir sehr gespannt auf die Ergebnisse, die am Ostersonntag ab 14:00 im City-Forum präsentiert werden”, so Höllmann abschließend.

Das Foto zeigt die seit 2003 ausgestellte Nachbildung des ursprünglichen Bernsteinzimmers.

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